Geschichte

5 interessante Aspekte der Geschichte von Lamas und Alpakas

1. Lamas und Alpakas zählen zu den ältesten Haustiere der Menschen

Vor etwa 6.000 Jahren wurden Lamas und Alpakas von den indigenen Völkern Südamerikas domestiziert. Seitdem erfüllen sie wichtige Aufgaben:

  • Lamas werden vor allem zum Tragen von Lasten eingesetzt
  • Alpakas hingegen aufgrund ihrer feinen Faser

Domestikation = Wandel von Wildtieren zu Haustieren

Lamas und Alpakas kommen ursprünglich aus Südamerika

2. Kamele der „neuen Welt“

Lamas und Alpakas zählen zu den sogenannten Neuweltkamelen. In diesem Begriff stecken zwei wichtige Wörter:

  • „neue Welt“: Lamas und Alpakas stammen ursprünglich aus Südamerika. Aus Sicht der Europäer wird dieser Teil der Erde als „neue Welt“ bezeichnet. Der Grund: Die Existenz Amerikas war für die Europäer lange Zeit unbekannt.
  • „Kamele“: Lamas und Alpakas sind Kamele. Die mit ihnen verwandten Trampeltiere (zwei Höcker) und Dromedare (ein Höcker) leben jedoch nicht in Südamerika, sondern in Teilen Asiens und Afrikas. Deshalb werden Trampeltiere und Dromedare auch als Altweltkamele bezeichnet. Macht Sinn, oder?

3. Verehrte Tiere

Lamas spielten für die Inka eine bedeutende Rolle. Sie wurden zum Tragen von Lasten eingesetzt. Mit ihrer Hilfe konnten Rohstoffe und Lebensmittel über die unwegsamen Gebirgswege der Anden transportiert werden. Somit waren Lamas der „Motor“ des Handels und die Grundlage des Fortschrittes.

Inka = indigene Hochkultur in Südamerika (13.-16. Jahrhundert)

Angesichts dessen verwundert es kaum, dass Lamas bei den Inka große Wertschätzung genossen und sogar verehrt wurden.

Die Ruinen von Machu Picchu sind Überreste des Inkareichs. Auch heute grasen dort noch Lamas.

Doch nicht nur Lamas, sondern auch Alpakas waren für den Handel von großer Bedeutung. Sie lieferten eine begehrte und überaus kuschelige Handelsware: Wolle. Wer schon einmal ein Produkt aus Alpaka-Faser in den Händen gehalten hat, weiß, wovon ich spreche. Seufz.

4. Wilde Verwandte

Lamas und Alpakas sind Haustiere. Doch es gibt auch zwei “wilde” Neuweltkamele: die Vikunjas und die Guanakos. Bis heute leben diese Tiere in den Gebieten der Anden – vor allem in Peru und Argentinien.

Das wild lebende Guanako ähnelt dem Lama stark.
Vikunjas sind etwas kleiner und schlanker als Guanakos.

5. Warum sind Lamas oft ruhiger und zahmer als Alpakas?

Der Grund dafür liegt in der unterschiedlichen Nutzung von Lamas und Alpakas. Die Lamas wurden von den Inka als Lastentiere eingesetzt und begleiteten die Menschen auf ihren Wanderungen. Deshalb zogen die Inka vor allem jene Tiere für die Zucht heran, die den Anforderungen eines “Wanderbegleiters” am besten entsprachen und über einen ruhigen und angenehmen Charakter verfügten.

Hingegen führten die Alpakas ein “wilderes” Dasein. Sie wurden in großen Herden gehalten und lediglich einmal im Jahr eingefangen – nämlich für die Schur. Die Qualität der Faser war für die Züchter*innen wichtiger als ein zahmer Charakter. 

Dieser Unterschied in der frühen Nutzung ist noch heute ersichtlich. Lamas können einfacher als Begleittiere ausgebildet werden als das bei Alpakas der Fall ist.

Neugierig geworden? Hier erfährst du spannende Fakten über die Biologie von Lamas und Alpakas.

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